Aktuelles

21.02.2012 Neues Trainingsangebot
Wir haben ein neues Trainingsangebot in unseren Terminkalender aufgenommen. Jeweils an den Montagen, an denen Nachholpartien angesetzt sind, gibt es einen Kurs unter dem Oberbegriff "Basiswissen". Jeweils ab 19.30h wird unser Mitglied Matjaz Pirs (Fernschach GM, Nahschach FM, Schachtrainer von Beruf) ein ausgewähltes Thema bearbeiten. Der Kurs versteht sich als Ergänzung zu unserem Vereinstraining und ist für alle Mitglieder offen. Zielgruppe sind Spieler aller Spielstärken, wobei die Einen mehr Wiederholung und Vertiefung erfahren, die Anderen werden hier und da auch Neuland betreten.
Am 05.03. ist es soweit: In der ersten Einheit geht es um Bauernstrukturen (Stärken und Schwächen).
Dieses Training wird in einem separaten Raum stattfinden. Im großen Saal kann wie gewohnt gespielt werden. Trainingsteilnehmer können sich auf eine Neuheit freuen. Das Training wird unter Verwendung von Bildtelefonie über das Internet stattfinden. Herr Pirs wird also zu sehen sein, aber er ist nicht tatsächlich vor Ort.
Magnus Carlsen (Quelle: Wikicommons)21.02. Der Mozart des Schach
Eine in den USA sehr beliebte Sendung heisst "60 Minutes" und läuft bei CBS. In einer der letzten Sendungen hat man Magnus Carlsen porträtiert, der wegen seines schon im Kindesalter eintretenden Erfolges der "Mozart des Schach" genannt wird.
Die Sendung ist auch bei Youtube zu finden:

16.02.2012 Deutsche Einzelmeisterschaft
Das Teilnehmerfeld der 83. Deutschen Einzelmeisterschaft steht fest. Dieses Turnier stand in den vergangenen Jahren schwer in der Kritik. Der Modus sowie Preisfonds wurden von vielen Großmeistern scharf kritisiert (Link zu einem Beispiel).
Im Feld der anstehenden Meisterschaften (01. bis 11.03.) findet man trotzdem z.B. die Namen der Mannschaftseuropameister Fridmann und Buhmann aber auch der Präsident des DSB spielt wieder mit - IM Herbert Bastian.
Lesen Sie die Presseerklärung von Bundesturnierdirektor Ralph Alt.

14.02.2012 Abstimmung? Logo!
Liebe Mitglieder, wir haben auf unserer Webseite seit einigen Tagen eine Abstimmung über zwei Versionen unseres überarbeiteten Vereinslogos laufen lassen. Wir haben einen klaren Sieger. Der Entwurf 1 hat das Rennen gemacht! Vielen Dank an alle, die abgestimmt haben. Details zur Abstimmung findet Ihr hier.
13.02. Simultan mit Slobodjan Teil 2 / 3
Roman Slobodjan lernte ich anlässlich der Schach-Europameisterschaft 2007 in Dresden kennen. Er zeichnete sich schon damals dadurch aus, dass er sich nicht wie ein typischer GM, sondern völlig normal benahm. Irgendwie blieb uns unsere Bekanntschaft dann über die Jahre im Gedächtnis haften, so dass ich mich zuerst an ihn und er sich auch sofort an mich erinnerte, als ich ihn letzten Herbst zu seinen Konditionen für Simultan-Veranstaltungen befragen wollte. Sein größtes Problem zu dieser Zeit war das über ihm hängende Damokles-Schwert der Ausreisepflicht, nachdem er sein Studium kürzlich beendet und vor längerer Zeit versäumt hatte, die deutsche Staatsbürgerschaft in trockene Tücher zu packen. Glücklicherweise war unser Simultan-Termin noch innerhalb seines Zeitfensters und durch einen seinem Studienabschluss angemessenen Job war Anfang des Jahres auch die Sorge der Ausreise verschwunden...
Lesen Sie den ganzen Text:
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09.02.2012 WM-Ticker
Unser WM-Ticker nimmt nun die Schwelle zum 20. Jahrhundert. Im III. Kapitel lesen Sie über die Regentschaft Laskers auf dem WM-Thron.
07.02. Simultan mit Slobodjan ein voller Erfolg
Am gestrigen 06.02. war der ehemalige Junioren-Weltmeister Roman Slobodjan bei der Bremer SG zu Gast. Am Abend fanden sich stolze 27 spielwillige Vereinskameraden und Gäste vor Ort ein, um sich zu testen und den "Mit-Simulanten" etwas mehr Zeit zu geben, darunter mit Olaf Giel, Klaus Rust-Lux und Kai-Uwe Steingräber vom Delmenhorster SK sogar 3 aktuelle Oberliga-Stammspieler. Die Stimmung war gut, die Partien überwiegend auch und alle Beteiligten freuten sich sehr über die Veranstaltung.
Am Ende fertigte Roman 25 der 27 "Simulanten" ab und willigte nur gegen Hayo Hoffer und Thomas Gebur in ein Remis ein.
Ein ausführlicherer Bericht, die genauen Ergebnisse und Uhrzeiten sowie eine Stellungnahme von Roman folgen in Kürze.
DC
Hier noch einige Bilder:
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01.02.2012 Jugendserie in Bad Zwischenahn
Am 31. Januar 2012 wurde zum wiederholten Mal ein Turnier der Jugendserie in Bad Zwischenahn ausgetragen. Es wurde wieder in unterschiedlichen Altersklassen um Punkte und Pokale gekämpft und war mit 187 TeilnehmerInnen erneut stark besetzt. Mit dabei auch drei Jugendliche von der Bremer SG. Damian Zilinkiewicz spielte in der Gruppe U12, holte hervorragende „5 aus 7“ und erreichte am Ende den 3. Tabellenplatz. Lohn dieser guten Leistung war sein 1. Pokalgewinn in seiner noch jungen Schachlaufbahn.
Aggai Saibuma und Jonathan Jäger (beide U11) konnten sich ebenfalls gut in Szene setzen, erzielten jeweils vier Punkte und landeten verdientermaßen in der 1. Tabellenhälfte. Sie dürfen ebenfalls mit den Ergebnissen und ihrem Abschneiden zufrieden sein.
Die BSG-Jugendlichen konnten darüber hinaus ihre Jugendwertungszahl (JWZ) deutlich verbessern. Damian kommt nun auf 1231 (+ 231), bei Aggai stehen 1249 (+ 112) zu Buche und Jonathan erreicht 1144 (+ 144). Auch das ist super!
Die Jugendlichen hatten nicht nur viel Spaß am Schachspiel, sondern konnten auch Turnieratmosphäre schnuppern. Es war für alle Beteiligten ein erfolgreicher und schöner Tag.
Matthias Rast

01.02.2012 Schach ist Kunst
Im Dezember trat eine junge Bremer Künstlerin an uns heran und bat um Unterstützung. Sie kämpfte um den Bremer Kunstförderpreis. Dieser wird jährlich verliehen und ist gut dotiert.
Natalie Wild hatte die Idee, mit Schachszenen die strategische Komponente der Künstlerkarriere darzustellen.
Gerne haben wir ihrer Bitte entsprochen, sowohl Spielmaterial als auch Spieler für ihre Vorstellung zu stellen. Leider hat Frau Wild den Preis nicht gewonnen, aber interessant war es auf jeden Fall!
Lesen Sie einen Bericht auf der Homepage der Galerie.
Wir wünschen Natalie Wild für ihre Zukunft alles Gute!

31.01.2012 Simultan
Am 06.02. kehren wir nach der Renovierung in den Weserterrassen dorthin zurück! An diesem Tag gibt es eine Simultanvorstellung mit dem ehemaligen Juniorenweltmeister Roman Slobodjan.
Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer zu diesem besonderen Highlight!
Herr GM Slobodjan hat uns einen Text über sich sowie eine faszinierende Partie zu Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür:
Liebe Teilnehmerin, lieber Teilnehmer der Simultanveranstaltung in Bremen,
bevor die Exerzitien am Montag losgehen, möchte ich mich Ihnen kurz
vorstellen.
Mein Name ist Roman Slobodjan, ich bin 37 Jahre alt, internationaler
Großmeister und komme aus der Ottostadt Magdeburg. Die ersten
schachlichen Schritte begannen bei mir...
Den ganzen Text finden Sie hier:
30.01.2012 Tot ziens Tata!
Tot ziens ist Niederländisch und heisst auf Wiedersehen! Das Tata Steel Chess Tournament ist vorbei! Zwei Wochen lang haben wir ein riesiges, hervorragend organisiertes und im Internet präsentiertes Turnier erlebt! Hoffentlich wird es dieses Turnier noch lange geben!
Der Gewinner ist Levon Aronian. Er hat in 13 Runden 7 mal gewonnen und 2 mal verloren. Der Rest endete Remis. Bei 2 Verlustpartien ein solches Turnier zu gewinnen ist eine beachtiliche Leistung. Den 2. Platz teilt sich unter anderem Magnus Carlsen.
Die Liste der Verlierer trägt nach meiner persönlichen Einschätzung zwei prominente Namen, wenngleich noch 3 Leute hinter ihnen liegen.
Zum einen ist Wesselin Topalow zu nennen. Er ist ehemaliger Fide-Weltmeister, langjähriger Weltranglisten-Erster und kämpfte 2010 glanzvoll gegen Anand um den höchsten Titel im Schach. Das Match war fantastisch und sah ebenbürtige Gegner. Erst in der letzten Runde konnte Anand seinen Titel sichern. Nach diesem verlorenen Match ging es für Topalow bergab. Wenn er an einem Turnier teilnahm, verlor er Elo und Reputation. In Wijk verlor er 4 Partien, 18 Elo-Punkte und 7 Positionen in der Weltrangliste!
Der zweite Name wiegt noch schwerer. Boris Gelfand ist ein erfahrener GM, der jahrelang in der Welzspitze vertreten ist. Nach seinem Abschneiden in den letzten Monaten ist er jedoch raus aus den Top 20 der Welt. Er verlor 5 Partien und 12 Elo-Punkte. Das wäre nicht so schlimm, wäre er nicht der Herausforderer von Anand beim nächsten WM-Kampf! Vorfreude erzeugt man anders!
Zuletzt bleibt zu erwähnen, daß Aronian am Rande des Turniers einen Vertrag mit Kramnik unterschrieben hat: Sie spielen im April ein Match über 6 Partien klassisches Schach! Das ist das erste mal in der Geschichte, daß zwei Spieler mit einer Elo über 2800 ein Match spielen. Das wäre auch eine hübsche WM gewesen!
Liebe Leser: Ich erlaube mir in diesem Artikel sehr persönliche Einschätzungen. Sie stellen keine offizielle Stellungnahme der Bremer SG dar!:-)
Michael Woltmann

28.01.2012 Wilhelm Steinitz
Der 1. Schachweltmeister ist das Thema des 2. Kapitels unseres WM-Tickers. Folgen Sie uns durch die Jahrhunderte bis Mai 2012!

23.01.2012 MP hat gewonnen!
In unserem Gewinnspiel vom Freitag wurde gefragt, was Pawel Tretjakow mit Schach zu tun hat. Dies hat MP auch richtig in unser Gästebuch eingetragen.
Die Tretjakow Galerie ist Austragungsort der Schachweltmeisterschaft 2012 zwischen dem Titelverteidiger Viswanathan Anand und Boris Gelfand.
Das Gewinnspiel ist Auftakt unseres WM-Tickers gewesen. Im Menü links finden Sie nun diesen Punkt.
Dort werden wir in regelmässigen Abständen neue Beiträge zunächst zur Gechichte der Weltmeisterschaften veröffentlichen. Wir arbeiten uns langsam durch die Jahrzehnte. Anfang Mai werden wir dann den aktuellen WM-Lauf mit seiner Entstehung über die Qualifikation, das Kandidatenturnier in Kasan bis zum Start am 10.05. darstellen.
Während der WM unternehmen wir den Versuch, die Tagesereignisse zusammen zu fassen.
22.01.2012 Schach ist unvergänglich...
Bei der Bekämpfung meiner akuten taktischen Schwächephase lief mir am Freitag doch tatsächlich ein Vereinskollege über den Weg. Nein, nicht real, sondern nur bildlich gesprochen. In einem der praktischsten Taktikbücher aller Zeiten, "Zauberwelt der Kombination" von Jakow Neistadt (eine aktualisierte und ergänzte Neufassung gibt es seit 2011 unter "Improve Your chess tactics" zu kaufen), spielten die Herren Heemsoth und Heissenbüttel 1958 in Bremen folgendes Partieende:
Weiß: Kb1, Dg1, Tg5, Tg7, Sc2, a2, f4, h6
Schwarz: Kh8, Dc4, Tc8, Tf8, Sf6, a6, b2, e4, e7, f7, h7
Weiß am Zug
Ob der Schachfreund Heemsoth seinerzeit bei der Bremer SG aktiv war, vermag vermutlich nur noch Hanno Keller mit Leichtigkeit zu sagen. Jedenfalls durfte und darf ich, wenn ich mich nicht irre, den Schachfreund Heissenbüttel schon häufiger an unseren Spielabenden erleben.
Und bevor ich mich dazu hinreissen lasse, mit dem Ziel der Respektsbekundung über die außergewöhnliche Vereinstreue des Schachfreunds Heissenbüttel humorig zu lästern (und bei diesem Versuch zu scheitern), bleibe ich lieber völlig unironisch: Er ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass Schach den Geist jung hält und ich wünsche mir, es selbst einmal zu einer Mitgliedschaft von über 60 Jahren zu bringen.
DC
(Nachtrag 23.01.2012: Wenn man unserer Chronik trauen darf, was bisher stets der Fall war, dann war der Schachfreund Heemsoth seinerzeit nicht nur bei der Bremer SG, sondern auch einer der stärksten Spieler Bremens.)
Porträt Pawel Tretjakows von Ilja Repin, 188320.01.2012 Gewinnspiel!
Auf dem Bild sehen Sie Pawel Tretjakow. Das Portrait entstand im Jahr 1883. Er war Kunstsammler und vermachte nach seinem Tod seine Sammlung dem Staat. So entstand die Moskauer Tretjakow-Galerie, neben der St. Petersburger Eremitage eine der größten und berühmtesten Kunstsammlungen Russlands. In den Magazinen dieser beiden Gebäude befinden sich auch Unmengen bis heute nicht katalogisierten Zeugs. Einiges davon, so wird vermutet, ist sog. Beutekunst aus Deutschland.
Was hat das alles mit Schach zu tun? Genau! Das ist die Frage! Was verbindet die Tretjakow-Galerie in Moskau mit Schach? Wenn Sie es wissen, schreiben Sie es in unser Gästebuch. Die erste Zuschrift mit der gesuchten Lösung gewinnt einen Buchpreis! Die Auflösung gibt es am Montag hier.
15.01.2012 2. Mannschaft macht einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt
Am gestrigen Sonntag ging es zur alteingesessenen Reserve von Union Oldenburg. Die nach DWZ favorisierte Truppe hatte ein neues Spiellokal, welches zu finden die ersten Schwierigkeiten des Tages bereiten sollte (die Hausnummer war weder 4 noch 24, sondern 249!). Wir landeten dann aber doch relativ schnell in einem mäßig beleuchteten Hinterzimmer einer typischen ländlichen Kegelkneipe.
Schon früh sollte sich herausstellen, dass beide Mannschaften mit harten Bandagen und ohne weitgehende Höflichkeiten ans Werk gingen. Die schroff gestellte Frage von Hugh´s Gegner vor der Partie am Brett: "Wer sind Sie?" hat Hugh sehr englisch zurückhaltend noch als typisch ländlich-sachliche Frage verstanden. Es sollte noch aggressiver werden. Der Gegner reduzierte seine DWZ-Favoritenrolle erheblich, indem er ohne die Stammbretter 2, 4 und 6 spielte, was uns entgegen kommen sollte.
Früh stellte ich am 4. Brett meine Theoriekenntnisse zum Schämen in die Ecke, als ich zwei Züge vertauschte und schnell Materialverlust kommen sah. Doch mein Gegner setzte schlecht fort und ich konnte ausgleichen (Gegner hatte Läuferpaar und Isolani ohne Damen). Da hatte Peter (der kleine Feigling) in einer sichtlich besseren Stellung am 6. Brett remis geboten, welches der Gegner (überraschend erst) nach langem Überlegen annahm. Stefan am 7. Brett lehnte erst ein Remisangebot ab (weiß, typisches Wolgagambit, Mehrbauer), weil er sich auskannte (er spielt(e) das mit schwarz gelegentlich), um dann die ausgeglichene Stellung zu versauen. Auf meine Aufforderung hin, jetzt doch noch mal selbst dreist remis anzubieten, erwiderte er nur: "hab ich grad schon gemacht". Der Gegner nahm an, so dass der gefühlt verschenkte halbe Punkt von Peter wieder ausgeglichen war. Kurz danach hatte Hugh seinen Gegner in einer undurchsichtigen Stellung solide austaktiert. Die Führung. Jan Plath nahm seine Favoritenrolle endlich ernst und sammelte an Brett 8 sehr solide (und mit einem wahrhaft ansehnlichen Finish) seinen ersten Punkt für die 2. Mannschaft ein. Ich hatte schon an seinen Fähigkeiten gezweifelt. Axel fühlte sich zwar in seiner Stellung lange sehr unwohl (ich verstand nicht, warum), spielte aber erkennbar planvoll einem geschmeidigen Sieg entgegen. Mikhail an 1 und Michael an 2 spielten, wie es sich für die Großen der Mannschaft gehört, so, dass lange kein Zuschauer wirklich wusste, was für ein Ergebnis am Ende rauskommen würde. Ich hatte zwischenzeitlich einen Mehrbauern in leicht besserer Stellung erspielt, als der Blutdruck im Raum stieg. Peter, der ja viel Zeit hatte, war zu laut bei seinen Kommentierungen der Partien (macht man nicht), was insbesondere meinen Gegner ärgerte. Mein Gegner wiederum zog oft direkt nach meinem Zug und schrieb erst dann auf, um mich zeitlich unter Druck zu setzen. Ist zwar erlaubt, aber nicht die feine englische Art, man frage nur (quasi FM) Malte Meyer vom Delmenhorster SK. Die Wirtin stellte zwischendurch fest, dass ich meinen eigenen O-Saft dabei hatte und regte sich darüber auf, dass sie meinetwegen den Rest ihrer Tage in Armut verbingen müsste und ich sollte gefälligst Korkengeld bezahlen. Sie nahm ja schließlich keine Raummiete. Ich gebe zu, dass das Mitbringen eigener Getränke in eine Kneipe auch nicht die feine englische Art ist, aber da es sich um eine Liga-Veranstaltung handelte, war es Aufgabe des Heimvereins, für Räumlichkeiten zu sorgen. Das teilte ich der Wirtin möglichst verständnisvoll mit, die davon aber nichts hören wollte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch etwa 10 Minuten für 11 Züge. Ich hätte einfach weitergehen sollen, anstatt mich auf Diskussionen einzulassen.
Zum Ende hin zog ich auch einmal unmittelbar nach meines Gegners Zug, woraufhin mein Gegner noch ein zweites Mal selbst zog, ohne seinen vorherigen Zug aufzuschreiben (das ist definitiv verboten). Meinen Hinweis darauf konterte mein Gegner, ich hätte das ja vorhin auch schon so gemacht (was nicht stimmte! Seit einem Anpfiff von Malte M. bei der Bremer Einzel im April 2010 schreibe ich nach jedem Halbzug auf). Zwischenzeitlich regte sich Axels Gegner in schlechterer Stellung darüber auf, dass Axel am Brett anfing, sein Brot zu essen (zu Recht; das macht man auch nicht, Axel). Wahrscheinlich hätte es ihn nicht gestört, wenn er eine bessere Stellung gehabt hätte...
Kurz vor der Zeitnotphase gewann Mikhail und Michael verlor. Nachdem Jan und Axel ihre Partien dann sicher einfuhren, saß nur noch ich da und wollte meinen Punkt zum geplanten 6:2 nach Hause fahren. Nachdem ich die Partie quasi schon verloren, remis und gewonnen hatte, versaute ich sie durch einen leichten Einsteller wieder zum remis, nur um dann auch noch den halben Punkt zu verschenken. So hieß es am Ende 5:3 für uns. Gott sei Dank war meine Partie nicht mehr entscheidend! Sonst hätte ich bei Uwe Staroske einen Joga-Kurs machen müssen, um mir selbst in den Hintern beissen zu können...
Vielleicht sollten dennoch beide Mannschaften noch mal an einem kleinen Benimmkurs am Schachbrett teilnehmen. Na ja, meistens sind beide Teams auch weniger angespannt....
Wir sind jetz mit 3 Punkten Vorsprung auf den 8. und sogar 4 Punkten Vorsprung auf den 9. Platz Siebter in der Landesliga. Auch wenn die anderen Teams unten noch gegeneinander spielen (wir haben gegen 8. und 9. schon gewonnen), brauchen wir jetzt schon Pech, um noch auf dem 9. Platz zu landen. Das hätte ich uns vor der Saison nicht zugetraut.
D. Calder
13.01.2012 Hello Tata!
Im Jahr 1938 fand erstmals das Hoogovenstoernooi in Beverwijk statt. Hoogeven war der Name des Hauptsponsors, den Königlich Niederländischen Hochöfen, ein 1918 gegründetes Unternehmen.
Das Turnier fand jährlich statt. Einzige Ausnahme blieb das Jahr 1945. 1999 fusionierte Hoogovens mit British Steel zu Corus. Von diesem Unternehmen erhielt das Turnier ab dem Jahr 2000 den Namen bevor Corus im Jahr 2007 vom indischen Konzern Tata aufgekauft wurde, der das Turnier dann im letzten Jahr in "Tata Steel Chess Tournament" umbenannte. Bereits im Jahr 1968 zog man von Beverwijk in den Ortsteil Wijk aan Zee um.
Das Turnier hatte seit jeher den Anspruch ein Spitzenturnier zu sein. Nach dem Krieg hatte man quasi alle großen Namen an den Brettern, außer Smyslow und Fischer auch alle Weltmeister.
Man versucht hier internationale Spitzengroßmeister mit der holländischen Elite zu mischen. Dieses Konzept übernahm man in etwas kleinerem Rahmen bei den London Chess Classics. In Wijk gibt es aber auch top besetzte B und C Turniere und natürlich begleitende Amateurveranstaltungen.
Auch in diesem Jahr hat es ein deutscher Vertreter wenigstens ins C-Turnier geschafft. IM Elisabeth Paehtz trifft auf bekannte Namen wie GM Matthew Sadler und GM Hans Tikkanen.
Auf der übersichtlichen Turnierseite findet man viele Informationen. Das Turnier beginnt morgen und wird große Teile der Schachwelt bis zum 29.01. in Atem halten.

Einladung zu einem Training mit IM Jonathan Carlstedt
Liebe Schachfreunde!
Für alle Interessierten bieten wir ein besonderes Schachtraining an:
Am Donnerstag, d. 2. Februar und am 15. März 2012 findet um 19.00 Uhr jeweils ein Training mit IM Jonathan Carlstedt bei uns im Bürgerhaus Oslebshausen, Am Nonnenberg 40, statt. An beiden Terminen wird Schachtaktik als Thema behandelt.
Wir hoffen auf zahlreiche Teilnahme. Gäste sind natürlich herzlich willkommen.
Joachim Kropp
1. Vorsitzender SK Bremen-West

13.01.2012
Liebe Schachfreunde,
am 5.5. und 6.5. wird der Bundestrainer GM Uwe Bönsch nach Lüneburg kommen und ein Wochenendseminar halten. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt. Anmeldungen
werden unter carlstedt@schach-schule.org oder 0176/48350910 entgegen genommen. Der Seminarbeitrag liegt bei 150 Euro. Ich freue mich auf ein
interessantes und lehrreiches Wochenende mit GM Uwe Bönsch. Das Seminar wird vorraussichtlich in der IWK stattfinden (Am Schwalbenberg 18, Lüneburg). Am Samstag findet das Seminar von 13 bis 19 Uhr
statt, am Sonntag von 10 bis 16 Uhr.
Genauere Informationen gibt es hier.
Ihr Jonathan Carlstedt

18.11.2011 Die Bremer Schachgesellschaft von 1877 richtet im Jahr ihres 135 jährigen Bestehens die Offene Bremer Einzelmeisterschaft aus. Wir haben dafür eine Turnierhomepage eingerichtet, auf der Sie sich ab jetzt für das Turnier anmelden können!
Die Turnierausschreibung finden Sie direkt auf der Startseite und natürlich auch hier:
Schachspieler, vergiss das Reisen nicht!

Im März reist der Schriftführer zu den Reykjavik Open nach Island. Das Turnier in Reykjavik ist so gut besetzt und so gut durchorganisiert, dass der interessierte Spieler fast nichts mehr tun muss, wenn er sich denn einmal überwunden hat, dort spielen zu wollen. Neben Teilnehmern aus über 30 verschiedenen Nationen ist die deutsche Fraktion zuletzt mit 18 Spielern stark vertreten gewesen. Auch zahlreiche (!) Schachspielerinnen tragen zum angenehmen Umfeld bei. Die Titelträger-Dichte ist enorm (zuletzt über 80 von gut 160 Teilnehmern); die Sehenswürdigkeiten, über spektakuläre Wasserfälle, Bobby Fischers Grab zu Geysiren bis hin zu den Isländerinnen, sind eine Reise wert. Das Turnier selbst strahlt die beste Version einer entspannten internationalen Turnier-Atmosphäre aus.
Zwei Hinweise noch: Island ist im März definitiv wärmer als Deutschland und der Flug dauert, z. B. von London aus, nur etwa 3 Stunden. Es gibt Direktflüge von Berlin und wahrscheinlich auch von Hamburg.
Es lohnt sich, ich fahre wieder hin...
Wer Fragen hierzu hat oder Hilfe bei der Übersetzung der Internetseiten, der Reisevorbereitung oder sonstigen banalen Hindernissen im Zusammenhang mit einem dieser beiden Turniere wünscht, dem helfe ich gerne!
Wer zu lange zögert, der überschreitet die Zeit! Das führt bekanntlich immer zum Verlust und ist unbedingt zu vermeiden, es sei denn, keiner hat mehr etwas zu bieten...
DC
