Aktuelles

+++ Aktuelle Bremer Turniere +++ Anmeldungen noch möglich +++ Aktuelle Bremer Turniere +++ Anmeldungen noch möglich +++ Aktuelle Bremer Turniere +++ Anmeldungen noch möglich

27.02.24: Aus dem Schacharchiv der Bremer SG: Apropos Botwinnik ...

 

Im Training der letzten beiden Montage war das Thema eine sehr lehrreiche Partie des sechsten Weltmeisters Michail Botwinnik (1911-1995). Auf Einladung der Bremer Schachgesellschaft hat er übrigens 1978 in Bremen ein Simultan gegeben, wie sich diesem Zeitungsartikel entnehmen lässt:

AC

PS 1: Hier geht es zum ...

PS 2: Und hier zur Partie:

26.02.24: Abstieg aus der C-Klasse


Am 6. Spieltag kam es zum Aufeinandertreffen SG FinWest 4 – Bremer SG 4. Für die Heimmannschaft ging es bereits um nichts mehr, aber die BSG 4 steckte noch tief im Abstiegskampf und konnte noch jeden Punkt gebrauchen.
Es galt, die Ärmel hochzukrempeln und zu kämpfen, kämpfen und kämpfen.


Horst Schmidt (784) traf auf Dennis Fröhlich (1179). Die Eröffnung verlief ruhig, beide waren darauf bedacht, Figuren zu entwickeln und in die Partie zu kommen. Horst fuhr ein weiteres Geschütz auf und beorderte im 10. Zug einen Springer auf das Feld b4 mit Blickrichtung auf das Zentrum. Dennis versuchte, zeitgleich mit h3 einen Läufer zu vertreiben und übersah dabei eine lauernde Gefahr. Es drohte ein Springereinschlag auf d3 mit Mattdrohung oder
Damengewinn. Horst erkannte dies, setzte den Springer auf dieses Feld, und nun wachte Dennis auf und fiel aus allen Wolken. Er gab sofort auf. Die Partie dauerte nur etwa 30 Minuten. Das war ein tolles Erfolgserlebnis für Horst und gleichzeitig ein sehr guter Auftakt für uns. Das machte Mut.


Kurt Borbely (1186) und Etienne Sadek (1377) spielten am 2. Brett. Hier erwischte Kurt nicht seinen besten Tag und geriet schnell unter Druck. Der Mannschaftsführer der BSG 4 versuchte, mit einem Springertausch die Stellung zu vereinfachen, aber hier ging der Schuss nach hinten los. Etienne stand besser und dominierte fortan die Partie. Kurts Stellung war „im Eimer“ und so blieb nur, Etienne zum verdienten Sieg zu gratulieren.


Die Partie Richard Mields (ohne DWZ) – Rida Boussitou (1239) verlief in der ersten Partiehälfte noch ausgeglichen, aber dann setzte sich doch mehr und mehr die spielerische Klasse und Erfahrung des FinWest-Spielers durch. Schade eigentlich, weil Richard eine gute Leistung zeigte und gut mithalten konnte.


Am Spitzenbrett saßen sich Matthias Rast (1189) und Ricarda Rohlfs (1574) gegenüber. Die Eröffnung ging ja noch, aber dann konnte Matthias Ricardas Angriffswirbel nicht mehr standhalten. Ricarda siegte letztendlich überlegen und hochverdient. Die Partie war aber auch für Matthias ein kleiner Erfolg, weil sie sehr lehrreich für ihn war.


Der Mannschaftskampf SG FinWest 4 – Bremer SG 4 endete leistungsgerecht 3:1. Das stimmt nicht ganz, weil in der BSG 4 leider die Bretter 3 und 4 vertauscht wurden und hier die Brettreihenfolge nicht eingehalten wurde. Es war ein Verstoß gegen die Turnierordnung. FinWest 4 siegte also 4:0. Die DWZ-Auswertung erfolgt aber so, wie die Partien am Brett ausgingen. Die Bremer SG 4 steht damit vorzeitig als Absteiger fest. Wir haben zum Saisonabschluss am 10. März 2024 noch ein Heimspiel gegen SF LHW 4. Hier wollen wir uns gut aus der C-Klasse verabschieden und nochmal unser Bestes geben.
MR

21.02.24: Bericht vom 1. Frauenopen < DWZ 1500

 

Wie am 25.1. angekündigt, fand vom 9. bis zum 11.02.2024 das 1. Niedersächsische Open für Frauen mit einer DWZ unter 1500 statt. Das fünfrundige Turnier rief der Niedersächsische Schachverband in Kooperation mit dem SV Werder Bremen ins Leben, in dessen Clubräumen das Event auch durchgeführt wurde. Parallel dazu lief auch die niedersächsische Landesmeisterschaft für Damen.

 

Am Open nahmen insgesamt 26 Spielerinnen teil, darunter 5 Frauen von Bremer Schachvereinen. Und von der Bremer Schachgesellschaft war Silke Eckart (DWZ 1010) dabei, die ein tolles Turnier spielte. Statt des bescheiden im Vorfeld angepeilten einen Punktes waren es am Ende stolze 2,5 Punkte, womit sich Silke den 2. Ratingpreis in der DWZ-Kategorie 951- 1100 sicherte. Besonders happy war sie über ihre Schlussrundenpartie gegen Natalia Semenova vom SK Anderten. Der favorisierten Spielerin mit einer DWZ von 1230 konnte sie nach zäher Verteidigung einer schon verloren geglaubten Stellung noch ein Remis abluchsen. Gratulation!

AC

20.02.24: Ankündigung der Bremer Schnellschachmeisterschaft 2024

 

Die Findorffer Schachfreunde laden ein zum Burkhard-Mentz-Memorial 2024, der Bremer Schnellschacheinzelmeisterschaft! Das Turnier findet statt am Sa, den 13. April 2024 in der Martin-Luther-Gemeinde Bremen-Findorff (Neukirchstr. 85).

 

Zur Online-Anmeldung geht es hier! Die bisherige Teilnehmerliste findet sich hier!

 

Das Startgeld für Mitglieder der BSG übernimmt der Verein!

AC

14.02.24: Winterliches Schnellschach: Nachlese II

 

Noch wilder ging es in der 10. Runde zu! Dort stellte nämlich der Schnellschachmeister in spe - unverhofft kommt oft - einzügig seine Dame ein :) Es war reines Glück, dass die Position danach überhaupt noch spielbar war, wenigstens bekam er für die Dame einen Turm und einen Springer, und dieser stand sogar auf einem starken Feld.

AC

13.02.24: Winterliches Schnellschach: Nachlese I

In der Schlussrunde gelang dem neuen Schnellschachmeister ein hübsches Finale, das allerdings unerkannte Nuancen hatte:

Kann Weiß mit 1. Tc7 einen siegbringenden Angriff einleiten?

AC

30.01.24: Winterliches Schnellschach 9-11: And the winner is ...???

 

Als wäre die Spannung nicht schon hoch genug genug gewesen, schlich sich vor der Siegerehrung der BSG-Schnellschachmeisterschaft ein Softwarefehler ein! Dadurch gab es verzerrte Buchholzzahlen, die die Plätze gehörig durcheineinander wirbelten - und leider auch einen falschen Sieger verkünden ließen. Erst in den Tagen darauf konnte dies festgestellt und geklärt werden. Doch der Reihe nach!

 

Der lange Zeit allein Führende Torsten Benecke (1976) verlor trotz zwischenzeitlicher Mehrfigur in der 9. Runde gegen Miro El-Seidi (1715) - damit war der Kampf um Platz 1 wieder eröffnet! Da sich in der nächsten Runde alle Favoriten schadlos hielten, kam es in der Schlussrunde zu einem Fern-Showdown. Drei Spieler - Benecke, Peter Pautz (1995) und Andreas Calic (1962) - gingen mit je 7,5 Punkten in den Endspurt. Auch der stark aufspielende El-Seidi mit 7 sowie Frank Peters (2033) und Hayo Hoffer (1668) mit je 6,5 Punkten konnten sich noch Hoffnungen machen, aufs Treppchen zu gelangen.

 

Und auch in diesem nervenaufreibenden letzten Umgang sicherte sich das vorne liegende Trio die volle Punktzahl, so dass am Ende Benecke, Pautz und Calic mit je 8,5 Punkten vorne standen. Es musste also die Buchholzwertung um die Platzierung entscheiden!

 

Und hier trat die bereits erwähnte Verwirrung ein: in der Software war versehentlich eine sogenannte Ranglistenkorrektur nach FIDE aktiviert. Die ist vor allem dafür gedacht, bei Turnieren mit vielen kampflosen Partien für einen Ausgleich dafür zu sorgen, dass ein Gewinner einer kampflosen Partie keine Buchholzwertung dafür erhält. Die Idee dahinter ist, dass ein Spieler, der ja nichts dafür kann, dass er kampflos gewonnen hat, nicht durch eine fehlende Buchholzwertung bestraft wird - deswegen wird ihm für diese kampflos gewonnene Partie eine "künstliche" Wertung angerechnet, und zwar 0,5 Punkte.

 

Was bei jenen Turnieren Sinn macht, sorgte bei unserem Schnellschachturnier, bei dem es ja gar keine kampflosen Partien gab (!), für komplett verzerrte Zahlen: da einige Teilnehmer nicht alle 11 Runden spielten, behandelte die Software diese Spieler so, als hätten sie die anderen Runden kampflos verloren. Und als Folge davon erhielten alle Spieler, die gegen jene Teilnehmer gespielt haben, pro nicht gespielter Runde "künstliche" Buchholzzahlen angerechnet.

 

Um es an einem konkreten Beispiel zu zeigen: Helmut Gatz erzielte im gesamten Turnier 3 Punkte, diese 3 Punkte bekommen alle seine Gegner korrekterweise auf ihre Buchholzzahl angerechnet. Gatz hat aber nur 7 der 11 Runden gespielt. Die erwähnte Softwareeinstellung führte nun dazu, dass sie die vier nicht gespielten Runden als kampflose Partien gewertet hat! 4 kampflose Partien führen in diesem Falle also dazu, dass alle Gegner von Gatz 4 x 0,5 = 2 Punkte mehr auf ihre Buchholzzahl angerechnet bekamen. Und der entsprechende Vorgang geschah bei allen 9(!) Spielern, die nicht alle 11 Runden gespielt haben. Dies wirbelte natürlich die Buchholzzahlen ziemlich durcheinander.

 

Erst nach der Korrektur dieser "Korrektur" ergab sich die "echte" Tabelle. Die sieht so aus:

Kreuztabelle (zum Vergrößern anklicken!)

 

Es gibt somit etliche Verschiebungen, für jede(n) lohnt ein Blick auf die neue Tabelle. Und auch die ersten drei Plätze sind nun anders vergeben: Pautz rutscht auf dem dritten Rang, Benecke ist Vizemeister - und Schnellschachmeister 2024 ist Andreas Calic!

AC

06.02.24: C-Klasse: BSG 4 vs SK Bremen Nord 4

 

Die BSG 4  musste sehr ersatzgeschwächt in die Runde 5 gegen SK Bremen Nord antreten. Nun sind auch die Bremen Norder keine "Übermannschaft". Aber unserer BSG 4 standen leider einige Leistungsträger nicht zur Verfügung und so wurde es zu einer schweren Begegnung für uns.

 

Am 1. Brett hatten wir allerdings unseren besten Spieler gesetzt und das hatte Matthias Proske auch souverän gezeigt. Beide Spieler waren DWZ-mäßig auf Augenhöhe. Matthias mit DWZ 1515 und sein Gegenüber Gerold Schmidt mit DWZ 1469. So verlief auch die Partie sehr lange. Matthias lenkte zu Anfang in die Königsindische Verteidigung ein. Lange sah es in der Tat nach Remis aus. Langsam neigte sich die Waage in Richtung BSG. Nach einigen Turmverschiebungen konnte Matthias den Punkt für sich und uns verbuchen!

 

Am Brett 2 spielte sich ein mittleres Schachdrama ab. Unser Neueinsteiger Wilfrid Lotz hatte sich ja schon eine erste DWZ mit 994 erkämpft. Nun saß er Peter Uecker gegenüber mit einer DWZ von 1351! Eigentlich eine klare Angelegenheit, so sollte man denken. Aber weit gefehlt.

Wilfrid begann wie ein Vollprofi und zwang Peter sein Spiel auf. Dieser konnte, ja musste nur reagieren. Von eigenem Spiel war für ihn nichts zu sehen. Wilfrid drang mit Läufer und Springer in die direkte schwarze Verteidigung ein, tauschte geschickt ab und machte seinem Gegner die Rochade kaputt. Er spielte weiter klar auf Sieg. Türme und Dame beherrschten die h- und g-Linie. Auch Wilfrid spürte den nahenden Sieg und wurde in der verständlichen Euphorie unvosichtig und tauschte für ihn nachteilig ab. Peter Uecker konnte die drohende Niederlage geschickt abwehren. Aber immer noch stand Wilfrid auf Gewinn. Dann kam das, was der erfahrene Schachspieler als Endspiel bezeichnete, und hier hatte Wilfrid noch verständliche Schwächen. Er musste seinen letzten Turm abtauschen, um einen schwarzen Freibauern zu verhindern. Peter hatte noch einen Läufer den er geschickt postierte und der ihn zum Sieg verholfen hätte! Hätte......  Aber Peter war auch nicht mehr konzentriert, vergab schließlich den Sieg und man trennte sich Remis. Eine tolle Leistung von unserem Wilfrid. Ein Krimi war gegen diese Partie
langweilig!

 

Am dritten Brett duellierten sich der "Norder" Stefan Lietz gegen unseren Horst Schmidt. Horst hat auch bei uns reichlich schachliche Erfahrung gewonnen und spielte ruhig und konzentriert. Bis zum 20. Zug musste er sich keine Sorgen machen. Dann allerdings stellte er seine Dame in seine Königslinie? Kollege Lietz erkannte seine Chance und konnte durch einen geschickten Abzug-Schach geben und dadurch die Dame von Horst gewinnen. Die Partie war natürlich entschieden.Das sah Horst auch und reichte seinem Gegenüber die Hand.

 

Am 4. Brett spielte unsere Christin Grabau noch ohne DWZ gegen Kai Wagner DWZ 1287. Wieder baute sich Christin gut auf, und ihre weißen Steine standen sicher. Leider ließ sie sich durch kleine Ablenkungsmanöver irritieren und verlor wichtige Figuren. Der Schachkollege Wagner spielte nun seine Figurenmehrheit aus und gewann verdient.


Wir mussten uns leider 1,5 zu 2,5 geschlagen geben.
Auf ein Neues!!

KB

06.02.24: B-Klasse: Die Bremer SG 3 zieht den Kürzeren!

 

In der 5. Runde stand der Vergleich SG Lemwerder - Bremer SG 3 auf dem Spielplan. Lemwerder hatte bis dahin alle Mannschaftskämpfe verloren, hatte einmal spielfrei und war so an das Tabellenende der B-Klasse gerutscht. Es bestand aber überhaupt kein Anlass, den Gegner zu unterschätzen. Lemwerder ist seit vielen Jahren eine eingespielte Truppe und ist an allen Brettern gleichmäßig stark aufgestellt. Sie traten gegen uns in Bestbesetzung an. Wir hingegen konnten leider nicht unsere nominell stärksten Spieler an die Bretter bringen, aber wollten trotzdem nichts unversucht lassen, ein zählbares Ergebnis mitzunehmen.


Ruben von Oesen (1376) bekam es mit Wilfried Schmid (1518) zu tun. Die Partie verlief sehr ausgeglichen und endete schließlich mit einem leistungsgerechten Remis.


Aziz Cini (ohne DWZ) traf auf Ralf Willenberger (1179). Auch diese Partie verlief lange Zeit auf Augenhöhe und die Entscheidung fiel dann in einem Doppelturmendspiel. Hier setzte sich Aziz' spielerische Klasse durch. Er war einen Tick besser und siegte knapp, aber unter dem Strich verdient.

 

Am 3. Brett spielten Siegfried Mikoteit (1297) und Wolfgang Böning (1558). Auch hier schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts, aber am Ende lag das Glück auf der Seite des Lemwerderaners. Siegfried verlor und gratulierte.

 

Matthias Rast (1189) und Marco Meyer (1276) kämpften ebenfalls leidenschaftlich. Matthias kontrollierte die Partie über weite Strecken und war zuversichtlich, einen Brettpunkt einzufahren. Was fehlte, waren etwas Mut und eine zündende Idee, um den Stellungsvorteil in einen Sieg umzumünzen. Matthias guckte kurz vor der ersten Zeitkontrolle und in leichter Zeitnot einmal nicht richtig hin, verlor dann die Qualität und die Partie kippte schlagartig. Die verbliebenen Figuren wurden nun getauscht und ein Bauernendspiel war . Jetzt hatte Matthias Glück, dass sein Gegennüber die Stellung nicht richtig einschätze und Remis anbot. Matthias willigte sofort ein. In der späteren
Analyse zeigte sich, dass Marco fünf (!) Bauerneinheiten besser stand.

 

Stefan Albrecht (1284) maß sich mit Reinhard Otto (1498). Stefan verlor im frühen Mittelspiel die Qualität, verteidigte sich anschließend aber super und verdiente sich so den halben Punkt.

 

Am Spitzenbrett trafen die beiden Mannschaftsführer Harald Weinitschke (1584) und Ralph Kobylski (1671). Die Partie war sehr hart umkämpft und endete nach 5 Stunden 24 Spielzeit. Harald hatte einen Minusbauern, versuchte anschließend, diesen Nachteil auszugleichen und kämpfte und kämpfte und kämpfte. Im Bauernendspiel war der Bauerndurchbruch dann nicht mehr verhindern und das Spiel war entschieden. Das war an diesem Tag die interessanteste und spannendste Partie. Das war von beiden Kontrahenten großartig gespielt!

 

Der Mannschaftskampf SG Lemwerder – Bremer SG 3 ging 3,5:2,5 aus. Lemwerder hat sich mit diesem Mannschaftserfolg etwas Luft im Abstiegskampf verschafft; die BSG 3 verharrt weiterhin im Tabellenmittelfeld. Am 25. Februar 2024 steht die nächste Runde an. Hier genießt die Bremer SG 3 Heimrecht gegen TuS Varrel 2.
MR

26.01.24: Werder Frühlings-Open

 

Am Donnerstag, dem 29. Februar startet das Werder Frühlings-Open. Dieses offene Schachturnier, das bis dato unter dem Namen Werder Chess Open firmierte, geht über insgesamt 7 Runden, die jeweils donnerstags um 19 Uhr gespielt werden. Die genauen Termine sind 29.2, 14.3. 28.3., 18.4., 2.5., 23.5. und 13.6. Ausrichter dieses klassischen Schachevents mit Fischer-Slow-Bedenkzeit ist die Schachabteilung des SV Werder Bremen, in deren Vereinsräumen in der Hemelinger Straße es auch gespielt wird. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von € 330, darüberhinaus gibt es auch noch weitere Preise zu gewinnen. Titelverteidiger ist der Fidemeister David Höffer vom Delmenhorster SK. Weitere Infos und zur Anmeldung geht es hier.

AC

25.01.24: Frauenopen bis DWZ 1500

 

Vom 9. bis zum 11.02.2024 findet in den Clubräumen des SV Werder Bremen ein Bremer Open für Frauen mit einer DWZ unter 1500 statt. Bei diesem fünfrundigen Turnier sind nur noch wenige Plätze frei!
 
Auf der Homepage des Landesschachbunds www.landesschachbund-bremen.de finden sich dazu folgende Infos:
 
"Liebe Schachspielerinnen!

Im Februar 2024 wird es erstmals in Bremen ein Frauen-Open für alle Spielerinnen mit einer DWZ von maximal 1500 geben. Dieses Wochenendturnier des NSV wird vom 09.-11.02.2024 in den Clubräumen des SV Werder Bremen in Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Schachverband stattfinden.

Neben dem Frauen-Open wird auch die geschlossene niedersächsische Landeseinzelmeisterschaft der Frauen in den Werder-Clubräumen stattfinden. An diesem Turnier können nur Spielerinnen des NSV teilnehmen. Details der beiden Turniere befinden sich in der beigefügten Ausschreibung. Anmeldungen zu dem Turnier können ab sofort unter dem Link https://nsv-online.de/anmeldung/NSV-Damen erfolgen.

Die Teilnehmerinnenzahl für beide Turniere zusammen ist auf 40 beschränkt. Bei Rückfragen bitte an Germaine Kickert (https://nsv-online.de/vorstand/ ) wenden. Die aktuelle Teilnehmerliste bei den beiden Turnieren kann man immer unter dem Link https://nsv-online.de/anmeldung/NSV-Damen einsehen.

Der Landesschachbund Bremen würde sich über viele Teilnehmerinnen aus dem Bremer Landesverband bei dem ersten reinen Frauen-Turnier in Bremen seit vielen Jahren sehr freuen.

 Dr. Oliver Höpfner
- 1. Vorsitzender Landesschachbund Bremen -"
AC

24.01.24: Turnierbericht von der Bremer Blitzmeisterschaft

Auf Initiative unseres Pressereferenten erschien im heutigen Weserkurier folgender Abschlussbericht zur Bremer Blitzmeisterschaft:

AC

23.01.24: Winterliches Schnellschach 5-8

 

Gestern wurden in unserem vereinseigenen Schnellschachturnier die Runden 5 bis 8 gespielt.

 

Zu bewundern gab es Eröffnungen, als kämen sie direkt aus der Tischlerei der Bundesbürokratie (1.d4 d5 2.Lf4), alle hatten einen Plan, bevor sie matt gesetzt wurden und ein Kiebitz namens Becken-Bauer murmelte ständig: "Ich weiß nicht, was es ist. Aber Schach ist es nicht."

 

Es gab einzügige Einsteller zu begutachten ...

 

nicht enden wollendes Stalking ...

 

 

und Handshakes, bei denen Weiß dachte, Schwarz gibt auf, dabei gab der nur die Hand, weil er gerade patt gesetzt wurde!

 

 

Ernsthaftes Schach war unter diesen Bedingungen natürlich nur schwer möglich!

 

Weiterhin führt Torsten Benecke mit 6,5 Punkten und keiner einzigen Verlustpartie die Tabelle an, verfolgt von der Troika Andreas Calic, Peter Pautz und - kleine Überraschung- Hayo Hoffer, der ein grandioses Turnier spielt, Benecke am Rande einer Niederlage hatte und wie die anderen beiden ebenfalls 5,5 Punkte aufweist.

 

Hier gehts zu allen Ergebnissen und der Tabelle!

AC

22.01.24: Bremer Blitzmeisterschaften

 

Am Samstag fanden in Delmenhorst die offenen Bremer Meisterschaften im Blitzschach statt. Das 15-rundige Turnier, das als Landesmeisterschaft unter den Auspizien des Landesschachbunds Bremen steht, wurde vom Delmenhorster SK durchgeführt.

 

Unter den 43 Teilnehmern aus 13 Vereinen nahmen leider nur drei Mitglieder der Bremer Schachgesellschaft teil: Rolf Hundack, Ruben von Oesen und Dominik Schelenz.  Erfreulicherweise errangen dafür zwei davon jeweils einen Sonderpreis: Unser Vereinsmeister Rolf Hundack, der mit einer Elo von 2092 10. der Setzrangliste war, erzielte 8 Punkte und gewann damit den Seniorenpreis. Und Ruben von Oesen landete mit 7,5 Punkten 10 Plätze über seinen Setzranglistenplatz und errang damit den 1. Ratingpreis in der Kategorie unter DWZ 1400. Jeweils Gratulation!

 

Neuer Bremer Blitzmeister ist übrigens dank bester Feinwertung FM Collin Colbow, der ebenso wie seine Werderaner Vereinskollegen IM Christian Richter und IM Jari Reuker 12 Punkte erspielte. Ein Turnierbericht findet sich hier, und hier ist die Tabelle.

AC

19.01.24: Winterliches Schnellschach 1-4

 

Am vergangenen Montag sind die ersten vier Runden unseres diesjährigen Schnellschachturniers gespielt worden. Zum Auftakt setzten sich gleich 19(!) SpielerInnen an die Bretter, um in den je 20 Minuten Bedenkzeit weniger gedankenfaul zu sein als das jeweilige Gegenüber. Der frisch gebackene Landesmeister Frank Peters (DWZ 2033) war ebenso am Start wie unser neuestes Mitglied Dominik Schelenz (1486). Die DWZ-Range reichte von 784 bis 2033, es war also für jeden und jede eine passende Herausforderung dabei.

 

Es gab Züge von großer Putzigkeit zu bewundern wie auch von philosophisch anmutender Rätselhaftigkeit. Während es links katzenhaft geschmeidig zuging, knallten die Züge rechts bisweilen so, dass die Figuren Schmerzensgeld verlangen müssten.

 

Favoritenstürze im engeren Sinne gab es in der ersten Runde zwar nicht, allerdings nahm Silke Eckart (1001) Hugh Ditmas (1853) einen halben Punkt ab. Chapeau!

 

In der dritten Runde gelang Torsten Benecke (1976) gegen Peter Pautz (1995) einen big point, derweil die anderen Spitzenbegegnungen Frank Peters - Andreas Calic (1962) sowie Axel Buhrdorf (1927) - Hugh Ditmas friedlich ausgingen. Und da auch im vierten Umgang an der Spitze alles ruhig blieb (Calic-Beneke sowie Pautz-Peters endeten remis), liegt das Feld noch relativ dicht beieinander. Übrigens begrüßten wir bei dieser Gelegenheit mit Helmut Gatz (1400) sowie Dr. Andreas Salm (1422) zwei ehemalige Mitglieder wieder zurück in unserem Verein. Welcome back!

 

Hier geht es zu den Ergebnissen und zur Tabelle!

AC

18.01.24: Carl Carls-Memorial goes Weserkurier

 

Nachdem die Turnierankündigung leider nicht publiziert wurde, findet sich dafür im heutigen Weserkurier auf Initiative unseres Pressereferenten folgender Abschlussbericht zum Carl Carls-Memorial:

AC

17.01.24: Stadtliga: BSG 2 - SG Fin/West 2 4:4

 

Am Sonntag spielte die 2. Mannschaft der Bremer SG in der 4. Runde der Stadtliga gegen das 2. Team der Spielervereinigung von Findorff und dem Bremer Westen. Aufgrund der durchschnittlich höheren Wertungszahlen - 1716 zu 1655 - waren wir in diesem Heimspiel leicht favorisiert. Passend dazu ging es auch los:

 

Am 4. Brett überspielte Andreas Fricke (1828) in einer französisch anmutenden Vorstoßstruktur seinen Gegner Tommy Schulz (1670) am Damenflügel, wo ihm eine Fesselung entscheidenden Materialgewinn einbrachte.

 

Nach zwei eher unspektakulären - und aus unserer Sicht leicht enttäuschenden - Remisen an den ersten beiden Brettern (Hauke-Frederik Thissen (1758) - Andreas Calic (1962) und Jan Plath (1867) - Detlef Ryniecki (1777)) sorgte Hugh Ditmas (1838) für den nächsten vollen Punkt. Am 3. Brett gelang ihm gegen Sören Pieper (1752) ein kraftvoller Vormarsch eines Bauernduos auf die 6. und schließlich 7. Reihe.

 

Zwar verlor bald darauf Friedrich Schmitz (1518) trotz eines frühen Bauerngewinns in einem Spanier seine Partie am 6. Brett gegen Jan Frederik Klüver (1585), doch dafür konnte Falk Kazmierski (1519) am 8. Brett mit einem klassischen Grundlinienmotiv entscheidend Material gewinnen, nachdem sein Gegner Frank Schindehütte (1545) bereits ein Remisangebot abgelehnt hatte.

 

So stand es also verheißungsvolle 4:2 bei zwei noch laufenden Partien. Zwar sah es zu diesem Zeitpunkt am 7. Brett bei Jörg Winkelmann (1562) gegen Oskar Bircks (1539) bereits sehr kritisch aus, doch Thomas Geburs (1635) Stellung am 5. Brett ließ auf den noch fehlenden halben Punkt zum Mannschafstssieg hoffen. Doch verlor er bei seinem scheinbar aussichtstreichen Versuch, das Läuferendspiel sogar zu gewinnen, in Zeitnot den Überblick und damit auch die Partie.

 

Nach diesem Unentschieden steht die 2. Mannschaft nun mit 3 Punkten auf dem 6. Tabellenplatz. Da wir aber ein Spiel weniger haben als vier der fünf vor uns liegenden Teams, und alle Mannschaften - abgesehen von dem alimentierten Favoriten aus Kirchweyhe - im DWZ-Schnitt eher hinter als vor uns liegen, besteht berechtigte Hoffnung auf einen besseren Tabellenplatz.

 

Vielleicht ja schon am 4.2., da geht es nämlich in der 5. Runde weiter gegen den momentanen Tabellenführer SF Bremer Osten, dem ein überraschendes Unentschieden gegen den SK Kirchweyhe 3 gelang.

AC

13.01.24: Frank Peters erneut Seniorenmeister!

 

Frank Peters hat erfolgreich seinen Titel des Bremer Seniorenmeisters verteidigt. Und Alexander Fomenkov vom Hamburger SK gewinnt das Carl Carls-Memorial. Gratulation!

 

Dabei hatte Peters im Spiel um den Titel von allen potentiellen Kandidaten vor der Schlussrunde die klar schlechteste Ausgangsposition. Allein der mit 5 Punkten führende Klaus Rust-Lux hätte mit einem Sieg aus eigener Kraft Landesmeister werden können, aber auch Lars Heinemann sowie Pautz selbst wiesen mit je 4,5 P. einen halben Zähler mehr auf als der Titelverteidiger.

 

Der Werderaner Heinemann setzte alles auf Sieg und sprang mit dem Königsgambit Fomenkov an, in dessen Folge schon bald beide Könige nicht mehr rochieren durften, biss sich aber an dessen umsichtiger Verteidigung und anschließendem Gegenangriff die Zähne aus. Derweil konnte Peters Pautz niederringen, während beim Schlussrundenfavoriten Rust-Lux Dramatisches geschah: ohne besondere Not stellte er im 24. Zug eine Figur ein!

 

Der Turniersieger Fomenkov gewann hingegen seine 6. Partie in Folge (!), was umso bemerkenswerter ist, da er mit einer DWZ von 1819 nur an 13. Stelle gesetzt war. Chapeau!

 

Alle Ergebnisse, die aktuelle Tabelle sowie die neuen Paarungen finden sich hier!

AC

11.01.24: Da waren es nur noch 4

 

Vor der heutigen Schlussrunde spielen nur noch 5 Teilnehmer um den Turniersieg und 4 davon um den Titel.

 

Alexander Fomenkov vom Hamburger SK hat nach seinem überraschenden Sieg gegen den Titelverteidiger Frank Peters (Bremer SG) (siehe Partie) nun 5 Punkte und so mit Klaus Rust-Lux (Bremer SG) gleichgezogen. Als Hamburger kann er freilich nicht den Titel, aber natürlich das Turnier gewinnen. Dramaturgisch wünschenswert wäre nun eine Schlussrundenbegegnung just zwischen diesen beiden Spielern, aber Caissa wollte es, dass sie bereits in der ersten Runde gepaart wurden, die Fomenkov kampflos verloren hat.

 

Dahinter lauern noch drei weitere Spieler mit mehr oder weniger guten Chancen auf die vorderen und vordersten Plätze: Lars Heinemann (Werder Bremen, 4,5 P.), Peter Pautz (Bremer SG, 4,5 P.) und der aktuelle Seniorenmeister Frank Peters (4 P).

 

Alle Ergebnisse, die aktuelle Tabelle sowie die neuen Paarungen finden sich hier!

AC

11.01.24: Ankündigung der Bremer Blitzmeisterschaften

 

Im heutigen Weserkurier erschien (auf Initiative unseres Pressereferenten) folgende Ankündigung der Bremer Blitzmeisterschaften:

Weitere Infos (genaue Ausschreibung etc.) findet sich hier!

AC

10.01.24: Fotostrecke II (Fotos AC)

10.01.24: Die letzte Partie

 

Carls letzte Turnierpartie spielte er am 16. August 1958, und zwar im vereinsinternen Klubturnier gegen Karl Meiche. Als er wenige Wochen später, und zwar am 11. September, verstarb, führte er das Turnier eine Runde vor Schluss wieder einmal unangefochten an.

 

Das unten abgebildete Originalformular befindet sich - dank Hanno Kellers umfassender Sammlung - im Schacharchiv der Bremer Schachgesellschaft von 1877.

AC

10.01.24: Vorentscheidung vertagt

 

Beide Spitzenpaarungen der gestrigen Runde (Peters-Rust-Lux sowie Ditmas-Pautz) sind remis ausgegangen. Somit bleibt die Spannung auch vor der heutigen Vorschlussrunde hoch.

 

Alexander Fomenkov, Theo Gollasch und Lars Heinemann nutzten die Gunst der Stunde und schlossen mit einem Sieg wieder zu den Spitzenbrettern auf. Somit trennen den Tabellenersten Rust-Lux vom aktuellen Siebten nur 1 Punkt!

 

Bemerkenswert ist noch, dass der Hamburger Formenkov all seine Partien gewonnen hat und nur wegen einer kampflos verlorenen Partie aus der 1. Runde nicht ganz vorne steht.

 

Alle Ergebnisse, die aktuelle Tabelle sowie die neuen Paarungen finden sich wie gehabt hier!

AC

09.01.24: 4 aus 4!

 

Klaus Rust-Lux hält das Tempo hoch! In der gestrigen Runde schlug er in der Spitzenpaarung Lars Heinemann vom SV Werder und weist somit als Einziger lupenreine 100% auf. 

 

Verfolgt wird er von seinen Vereinskollegen Frank Peters und Peter Pautz, die ebenfalls ihre montäglichen Partien für sich entscheiden konnten und jeweils 3,5 Punkte auf dem Konto haben. Somit kommt es heute zur spannenden Begegnung der beiden letzten Turniersieger, dem Titelverteidiger Peters gegen den CCM-Sieger von 2022 Rust-Lux. Ein Sieg in dieser Begegnung könnte eine vorentscheidende Bedeutung haben!

 

Und auch diesmal gab es wieder große und kleine überraschende Ergebnisse. So schlug Torsten Duckstein (DWZ 1743) von den SF Bremer Osten Uwe Ritter (DWZ 1939) vom Schwarzer Springer Bad Zwischenahn und Reinhold Winter (DWZ 1618, Klein Berlin Rheine) Bernhard Künitz (DWZ 1782, Werder).

 

Alle Ergebnisse, die aktuelle Tabelle sowie die neuen Paarungen finden sich hier!

AC 

09.01.24: Fotostrecke I (Fotos Kurt Borbely)

 

 

08.01.24: Die Carls-Zahl

 

Sicherlich wird der eine oder andere schon einmal von der Fischer-Zahl gehört haben. Sie misst den "Abstand" eines Schachspielers zum Schachweltmeister Bobby Fischer. Dabei wird eine möglichst kurze Kette von Gewinnpartien bis zu einem "indirekten" Sieg über Bobby Fischer konstruiert. Fischer selbst besitzt die Fischer-Zahl 0. Jemand, der Fischer besiegt hat, erhält die Fischer-Zahl 1. Jemand, der jemanden mit Fischer-Zahl 1 besiegt hat, erhält die Fischer-Zahl 2, usw. Ein konkretes Beispiel: Die Fischer-Zahl des Schreiberlings ist 4. AC hat Olaf Steffens (3) geschlagen, dieser wiederum Hans-Joachim Hecht (2), dieser wiederum Ludek Pachmann (1) und dieser schließlich Fischer (0).

 

Jetzt kommt die interessante Frage: wie schaut es bei unseren Teilnehmern des Memorials mit ihrer Carls-Zahl aus? Über Antworten freut sich die carls-zahl@bremersg.de

 

PS: Ein kurzer Weg könnte über Hermann Heemsoth laufen, der bereits die Carls-Zahl 1 hat!   

AC

07.01.24: Nur noch eine weiße Weste

 

Drei Runden sind beim Carl Carls-Memorial gespielt, und nur noch ein Spieler ist bei 100 %: Klaus Rust-Lux von der Bremer Schachgesellschaft und seines Zeichens CCM-Sieger von 2022 führt mit 3 aus 3 allein die Tabelle an, darunter allerdings auch ein kampfloser Punkt aus der zweiten Runde gegen Alexander Fomenkov vom Hamburger SK.   

 

Verfolgt wird er vom Titelverteidiger Frank Peters (ebenfalls BSG), der genauso wie der Werderaner und "Neu-CCMler" Lars Heinemann 2,5 Punkte aufweist. Vervollständigt wird das punktgleiche Verfolgerquartett vom Dritten der Setzliste Peter Pautz (BSG) sowie vom Hamburger Theo Gollasch, der in den letzten Jahren stets für einen der vorderen Plätze in Frage kam.

 

Nebendem gab es auch schon die eine oder andere Überraschung, darunter Lothar Cordes' (DWZ 1799, SF Lilienthal) Sieg gegen Uwe Ritter (1939, Schwarzer Springer Bad Zwischenahn) und die Niederlage des Vizemeisters Axel Buhrdorfs (1927, BSG) gegen Harm Schröder (1640, SK Union Oldenburg).

 

Alle Ergebnisse, die aktuelle Tabelle sowie die neuen Paarungen finden sich hier!

AC

05.01.24: Carl Carls-Memorial beginnt

 

Heute startet zum 11. Mal das Carl Carls-Memorial. Der Ausrichter dieser offenen Bremer Senioreneinzelmeisterschaft (OBSEM) ist der Landesschachbund Bremen. Um 17 Uhr beginnt die erste der sieben Runden des Turniers, das wie gehabt unter den Auspizien der Bremer Schachgesellschaft von 1877 stattfindet. 

 

Der beste Spieler des Landesschachbundes Bremen erhält den Titel „Bremer Senioren Meister 2024“ und die beste Spielerin den der „Bremer Senioren Meisterin 2024“. Es sind bereits 35(!) Spieler und Spielerinnen aus ganz Deutschland angemeldet, die zweithöchste Teilnehmerzahl in der Geschichte des Turniers. 

 

Titelverteidiger ist Frank Peters von der Bremer Schachgesellschaft, hingegen ist der Titel der Damen leider vakant. Der Spielort der sieben Runden, die wochentags um 17 Uhr und am Wochenende um 10 Uhr beginnen und bis zum 11.1. gehen, ist im Saal der DMSG e.V. in der Brucknerstr. 13.

 

Das Turnier findet auf Initiative der Bremer Schachgesellschaft von 1877 statt, die - unter Federführung ihres damaligen Vorsitzenden Michael Woltmann - das Memorial zu Ehren ihres ehemaligen Mitglieds Carl Carls ins Leben gerufen hat. Carls hat 1934 als einziger Bremer jemals die Deutsche Meisterschaft im Schach gewonnen und ist 1951 ehrenhalber aufrgund seiner zahlreichen Erfolge von der FIDE zum Internationalen Meister ernannt worden.

 

Rundennahe Berichte auf unserer HP und zwar sowohl zum Event als auch zu Carls werden das Turnier begleiten.

AC

 

 

 

 

 

04.01.24: Einladung zu einer Umfrage

 

 
Wir haben folgende Einladung zu einer Umfrage erhalten:
 
"Guten Tag,


haben Sie Interesse an Schach? Dann sind Sie gefragt!
“Übung macht den Meister!” Aber welche Art von Übung? Wie wird man von Anfänger*in zu Expert*in? Was macht den Unterschied?

Ich, Pascal Remane, forsche an der Uni Trier im Rahmen meiner Abschlussarbeit und möchte Sie für eine Teilnahme an einer ca. 30 minütigen Umfrage zu Expertise gewinnen.
Alle sind herzlich eingeladen: Von Neulingen über Fortgeschrittene bis hin zu Expert*innen des Themenfeldes Schach. Freuen Sie sich auf ein paar Schachprobleme und erzählen Sie uns, wie Sie am besten üben.
Wir freuen uns, wenn Sie diese Anfrage an viele Personen weiterleiten, die sich auch im Thema auskennen! Die Person, mit der Sie am liebsten Schach spielen, freut sich bestimmt über diese Einladung :)

Link zur Umfrage:
https://unipark.uni-trier.de/uc/Team_Pascal_Remane/4fba/
Die Teilnahme ist anonym und folgt den DSGVO-Bestimmungen. Wir empfehlen die Teilnahme am PC.

Vielen Dank!"


Fragen oder Anmerkungen? Wenden Sie sich gerne an: s1parema@uni-trier.de

23.11.23: B-Klasse: Bremer SG 3 – SC Kattenesch

 

Am 2. Spieltag mussten wir deutlich ersatzgeschwächt antreten und konnten zudem das letzte Brett nicht besetzen. Die Ausgangssituation war also schwierig. Tja, was nützt es? Klagen hilft auch nicht und so galt es, das Beste daraus zu machen.

 

Aziz Cini (ohne DWZ) ist neu im Verein und feierte an diesem Tag seine Premiere in der Dritten. Er spielte gegen den Routinier Jürgen Sommerfeld (1362). Die Partie verlief sehr ausgeglichen und endete schließlich mit einem leistungsgerechten Remis. Aziz zeigte eine tolle Leistung. Chapeau! Wir werden in Zukunft bestimmt noch viel von ihm hören.

 

Am dritten Brett trafen Stefan Albrecht (1257) und Rüdiger Jacobsen (1435) aufeinander. Beide Kontrahenten einigten sich zwar schon recht früh auf eine Punkteteilung, aber das ist manchmal so.

 

Am Spitzenbrett spielten Harald Weinitschke (1551) und Gennady Goldin (1781). Dieses Duell gab es auch schon in der vergangenen Saison. Damals bot Harald seinem Gegner noch ordentlich Paroli, aber jetzt lief bei ihm leider nicht viel zusammen. Der BSG-Mannschaftsführer wickelte im Mittelspiel einmal falsch ab, verlor einen Springer und das brachte ihn schon rasch auf die Verliererstraße. Ein erfahrener Spieler wie Gennady Goldin lässt sich dann die Butter auch nicht mehr vom Brot nehmen und bringt den Sieg nach Hause. Es stand nun 1:3.

 

Matthias Rast (1192) bekam es mit Uwe Hintze (1400) zu tun. Die Partie war sehr taktisch. Überall lauerten Gefahren und Fallstricke. Matthias war sehr konzentriert und wollte partout keinen Bock schießen. Letzteres war ihm in der letzten Zeit schon häufiger passiert, aber nicht an diesem Tag. Der BSG-Spieler profitierte zunächst von einem Bauerngewinn und baute seinen Vorteil anschließend immer weiter aus. Die Partie endete nach knapp drei Stunden Spielzeit mit einem Matt auf e8. Das war ein schöner Erfolg und tat seiner Schachseele sehr gut.

 

Wenn wir jetzt noch einen Mannschaftspunkt holen wollten, musste Ruben von Oesen (1367) gewinnen. Das war nicht einfach, weil er mit Hans-Joachim Steingräber (1490) einen spielstarken Gegner vor der Brust hatte. Ruben verlor einen Bauern und sah sich im weiteren Spielverlauf zahlreichen Attacken seines Gegners ausgesetzt. Die Stellung war nicht mehr zu halten. Der Gästespieler zauberte zum Abschluss dieser Partie und des Mannschaftskampfes ein – objektiv betrachtet – wunderschönes Matt aufs Brett. Das muss man auch mal anerkennen, nicht wahr?

 

Die Bremer SG 3 unterlag dem SC Kattenesch mit 2:4. Das Ergebnis entspricht den gezeigten Leistungen und geht so in Ordnung. Wir gratulieren dem SC Kattenesch zum Mannschaftserfolg.
MR

19.11.23: FinWest 5 -BSG 4: Goliath gegen David

 

So kann man unseren Schachkampf gegen FinWest5  in den Räumen in Findorff wohl bezeichnen. Wir waren die totalen Außenseiter. Der DWZ-Unterschied war zwar nicht so groß, aber wir traten mit einigen Neu-Einsteigern an. Daher beginne ich den Bericht mit dem Brett 4, das unser junger Schachfreund Taylan Yilmaz mit den Schwarzen Figuren gegen Jan Ricardo Kropp mit einer DWZ von 1498 zu bestreiten hatte. Es war die allererste Turnierpartie, die Taylan spielte. Das konnte man ihm auch anmerken. Er spielte übernervös und viel zu schnell. Taylan ließ sich vom Tempo seines

Gegenübers anstecken und machte daher einige partieentscheidende Fehler. Der weiße Springer auf g5 schaute schon länger ins schwarze Lager und dann eroberte die Dame schnell die h-Linie und brachte bereits nach 11 Zügen das Matt auf h7! Taylan wird daraus lernen und die nächsten Partien mit Sicherheit ruhiger gestalten.

 

Am dritten Brett kämpfte unsere Gabi Köhn auch zum ersten Male in einem Turnier       mit Weiß gegen den Routinier Horst Gruen (DWZ 151 ). Der FinWestler stand schnell  besser und baute seine Stellung langsam immer mehr zu seinem Vorteil aus. Gabi hielt lange verbissen dagegen und mußte aber zu fFrüh einen Bauern geben, der dem Gegner

ein gutes Feld für seine Dame bot. Nach einem wilden Turmabtausch im 29. Zug

konnte ihr Gegner einen Freibauern auf der c Linie bis zur 2 Reihe durchbringen. Gabi versuchte noch nach einem Läuferschach auf h7 die Wende zu erzwingen, aber der besagte Freibauer auf der c Linie war zu stark und so mußte sie ihm nach 31 Zügen gratulieren.

 

An Brett 2 kämpfte unsere Silke Eckart mit den schwarzen Figuren gegen Geert Rosenow. Silke hatte einen schweren Brocken als Gegner. Aber sie legte gleich forsch los und die Partie war lange ausgeglichen. Man spielte ein angenommenes Damengambit. Das gesamte Mittelspiel hatte Silke recht gut im Griff, tauschte dann aber ohne große Not ihre guten Türme ab und behielt im Endspiel einen Läufer. Ihr Gegner besaß noch einen Springer, der dann wild übers Brett hopste und ihr einige Bauern abnahm. Nachdem dann die Damen getauscht wurden, spielte Silkes Gegner seine ganze Endspiel-Erfahrung aus. Immerhin lief die Partie fast 54 Züge lang, dann konnte der FinWestler seine Bauern siegreich postieren. Silke gab dann auf, aber es war einer ihrer besten Partien. Darauf kann sie aufbauen!

 

Am Brett 1 konnte die BSG 4 diesesmal mit Matthias Proske  (1535) ein „Schwergewicht“ einsetzen.  Matthias spielte mit Weiß gegen den Schachfreund Tammo Stindt (  1519 ). Also ziemlich ausgeglichen. Nachdem wir nun mit 0:3 zurück lagen sollte Matthias den Ehrenpunkt erspielen. Ein großer Druck lag auf ihm. Es kam eine Variante des Damengambits auf das Brett. Die Partie ging über 60 Züge und war lange sehr ausgeglichen. Der FinWestler konnte im Laufe der Partie allerdings 2 Mehrbauern ergattern. So kam es zum unausweichlichen Show Down! Alle Türme agierten gemeinsam auf dem Brett und ständig drohte ein Schach mit erneutem Bauerngewinn. So stand Matthias mit seinem König auf der Grundreihe und der schwarze König konnte ihn permanent in die Opposition bringen, so das mit Hilfe des Turmes auf Reihe 2 ständig ein Matt drohte. Matthias konnte aber immer nach links oder rechts entweichen. Das erkannte auch der West Spieler und bot Matthias Remis.......    Aber ???    abgelehnt !! Matthias wollte die Partie mit allen Mitteln noch gewinnen. Er konnte sich auch aus der Klammer befreien. Allerdings reichten alle Bemühungen am Ende nicht mehr. Der Finwestler spielte weiter fehlerlos und siegte schlußendlich verdient. Das sah Mattias auch so und gab auf.  0 – 4 hieß es am Ende.

 

Die Ergebnisse geben leider nicht wieder, wie hervorragend teilweise auch unsere Damen gekämpft haben.  Am 03. Dezember haben wir in der 3.Runde in der Nürnberger Str. die Gelegenheit gegen den SF Bremer Osten 4 ein positives Ergebnis zu erspielen.

KB

20.10.23: Das fängt ja gut an, und könnte von mir aus so weitergehen

 

Am 1. Spieltag der Bremer Mannschafts-Meisterschaften (BMM) 2023/24 in der B-Klasse traf die 3. Mannschaft der BSG in einem Auswärtsspiel auf Delmenhorst SK 3.

Obwohl drei spielstarke Spieler in der 2. Mannschaft eingesetzt wurden, konnten wir mit einer gleichstarken Besetzung antreten, und gewannen mit 3,5 : 2,5!

 

Hier die Spielberichte, die zu diesem erfreulichen Ergebnis geführt haben.

 

Brett 1: Friedrich Schmitz (1578) - Luc Eitel (1593)               0,5 : 0,5

 

(liegt leider nicht vor, wird eventuell nachgereicht)

 

Brett 2: Sven Wollscheid (1680) - Jörg Winkelmann (1562)        1 : 0

 

(liegt leider nicht vor, wird eventuell nachgereicht)

 

Brett 3: Harald Weinitschke (1555) - Jürgen Hurrle (1613)         1 : 0

 

In der Eröffnung kam ein abgelehntes Damengambit aufs Brett, das später in katalanische Strukturen (g3 und Lg2) überführt wurde. Daraus resultierte für Schwarz ein Isolani auf der d-Linie, der zur Verteidigung viele Figuren band. Nach einem Angriff auf der a8 - h1 Diagonalen mit einer entsprechenden Kombination, verlor Schwarz den Bauern mit Tempo. Auch die Verteidigung auf der Königsseite war geschwächt, so dass Weiß mit seiner Dame dort eindringen konnte. Als ein einzügiges Matt drohte, ohne das Schwarz Gegenspiel entwickeln konnte, gab Schwarz auf.

 

Brett 4: Emilie König (1551) - Falk Kazmierski (1455)                 1 : 0

 

In der Eröffnung kam die "Ostindische Verteidigung" aufs Brett. Nach dem 11ten Zug kam Schwarz ins Schwanken und hatte mit dem Zug c5 sehr viel Spielraum für Weiß gegeben. Nach Ld6 und mit dem b6 von Schwarz, lag Schwarz mit einer Qualität hinten.

Im 16ten Zug hätte Schwarz nach Sd5 die Möglichkeit gehabt die Partie spannender zu gestalten, indem er den Springer mit seinem eigenen Springer abtauscht. Aber dazu ist es nicht gekommen. Stattdessen hat Schwarz die Dame nach e5 gezogen und Weiß somit den Vorrang zum Abtauschen gegeben. Schwarz hätte noch mit dem anderen Springer zurückschlagen sollen, damit das Weiterspielen für Weiß schwieriger würde. Aber Schwarz hatte mit dem Läufer zurückgeschlagen, was somit für Weiß leichter war das Spiel für sich zu entscheiden. Weiß hatte seitdem keine Fehler mehr in der gesamten Partie gemacht und konnte verdient den Sieg für sich entscheiden. Selbst nachdem Schwarz seine Qualität zurückerlangen konnte, konnte Schwarz im Endspiel gegen 3 weiße Mehrbauern nichts mehr machen und gab deshalb auf.

 

Brett 5: Ruben v. Oesen (1367)- Cornelius Niekrens (ohne DWZ)    1 : 0

 

In der Eröffnung konnte Schwarz schnell eine ausgeglichene Stellung erreichen, stellte dann jedoch seine Dame auf dieselbe Linie wie einen weißen Turm und ich konnte einen Bauern gewinnen. Nach einigen abgetauschten Figuren standen 3 weiße Bauern im Zentrum und konnten zum Sieg durchmarschieren.

 

Brett 6: Lukas Wollscheid (1197)- Stefan Albrecht (1257)              0 : 1

 

Obwohl ich mit den schwarzen Figuren gespielt habe, hatte ich von Anfang an die Initiative übernommen. Mein Angriff verpuffte allerdings und ich musste mich dann gegen vorrückende Bauern auf dem Königsflügel verteidigen. Als auch der gegnerische Angriff gestoppt wurde, konnte ich dann die Partie durch einen Damengewinn vorentscheiden - Springergabel mit Dame und König sei Dank.

HW

11.10.23: Auf Zack sein!

 

Die Bremer SG 4 traf zum Saisonauftakt in der C-Klasse auf die Nachwuchstruppe des Delmenhorster SK 4. Wir wussten, dass wir eine Aufgabe vor uns haben, aber wollten natürlich trotzdem ein zählbares Ergebnis holen. Wir waren jedenfalls guter Dinge und zuversichtlich. Kurt Borbely gab um 10 Uhr die Spielpaarungen bekannt und dann konnte es auch losgehen.

 

Wilfrid Lotz bekam es mit Jannis Kunst zu tun. Wilfrid entwickelte in den ersten Zügen seine Figuren, rochierte und gewann sogar einen Bauern. Die Eröffnung war gelungen, aber dann verlor er leider etwas die Courage und die Spielübersicht. Jannis stellte die Figuren aktiv und preschte mit dem h-Bauern nach vorne, um Wilfrids Rochadestellung aufzureißen. Es sah beängstigend aus, aber es drohte – im Nachhinein betrachtet – nichts. Wilfrid wich zurück, spielte Kf1 und erlaubte den Einschlag auf h2. Jetzt flog ihm die Stellung schnell um die Ohren. Er versuchte zwar alles, das drohende Unheil noch abzuwenden, aber der Delmenhorster ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.


Sönke Akkermann traf am 3. Brett auf Volodymyr Ishcenko. Sönke übersah leider im 7. eine Bauerngabel, er verlor eine Leichtfigur und das brachte ihn schon früh auf die Verliererstraße. Es war schade, weil es nicht hätte sein müssen. Er machte zwar noch einige Züge, aber sein Gegenüber ließ sich nicht beirren und fuhr einen sicheren Sieg ein. Wir lagen nun 0:2 zurück.


Richard Mields feierte dagegen einen guten und erfolgreichen Einstand in der Mannschaft. Richard gewann im Mittelspiel einen Läufer und bestimmte fortan das Spielgeschehen. Er siegte am Ende hochverdient gegen Joseph Abro und brachte die BSG 4 auf 1:2 heran.


Am Spitzenbrett spielten Matthias Rast und Eike Dinkela. Matthias hatte Schwarz, brachte eine exotische Eröffnungsvariante aufs Brett und ging so einem Standardaufbau aus dem Weg. Ja, er stand zunächst etwas passiv und gedrückt, aber mit f5 konnte er die Stellung öffnen und sogar einen Bauern – allerdings auf Kosten der verpassten Rochade - gewinnen. Das Delmenhorster Nachwuchstalent ließ sich nun Zeit und hielt Ausschau nach Schwächen und Angriffspunkten. Der BSG-Spieler erkannte zwar die Drohungen, aber fand nun nicht die besten Züge. Er verlor einen Bauern, kurz darauf einen zweiten. Die Partie kippte, aber Matthias kämpfte weiter um Ausgleich und ein immer noch mögliches Remis. Es war vergebens. Eike hatte klasse gespielt, war in den entscheidenden Momenten auf Zack und verdient gewonnen. Chapeau.

 

Der Mannschaftskampf Bremer SG 4 – Delmenhorster SK 4 endete leistungsgerecht 1:3. Wir hatten alle toll gekämpft, aber es hatte aus unserer Sicht leider nicht ganz gereicht. Am 19. November 2023 geht es weiter mit SG FinWest 5 - Bremer SG 4.
MR

20.07.23: Zum Tode von Franz Stabenow (11.08.1932 – 21.06.2023)

Franz Stabenow, Vorsitzender der Bremer Schachgesellschaft von 1877 von 1962-1966,
ist am 21.Juni 2023 im 91. Lebensjahr  gestorben. Obwohl inzwischen in Eschborn wohnhaft ließ er es sich bis ins hohe Alter nicht nehmen in regelmäßigen Abständen nach Bremen zu kommen und die alten Freunde aus der Schachgesellschaft wie Mull, Scotland, Breutigam, Heißenbüttel) zu treffen, siehe auch Foto mit Hanno Keller und Manfred Breutigam.

Mit seinem Namen ist die Blütezeit unseres Vereins in den 1960er Jahren verbunden, die in einer Teilnahme an der Vorrunde zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft gipfelte.

Die damalige erste Mannschaft mit Heemsoth, Kasüschke, Dr. Taube, H.E. Heißenbüttel,
Krause, Dr. Segebrecht, Breutigam, Scotland u.a. hatte auf dem Weg dahin sich
gegen die damals übermächtige Mannschaft von Bremen-Ost durchgesetzt.
Einige Jahre konnte sich die Mannschaft auch in der Oberliga Nord, der damals höchsten Spielklasse halten.

Wir werden das Andenken an Franz Stabenow in Ehren halten.

Bremen, im Juli2023

Klaus Rust-Lux
1. Vorsitzender

08.07.23: Bericht über die 1. Offene Bremer Schnellschachmeisterschaft der Senioren

Zum o.g. Turnier trafen sich am 2.07.2023 24 Teilnehmer im Saal des
Bürgerhauses Weserterrassen.

Gespielt wurden 7 Runden nach Schweizer System.

Von Beginn an entwickelte sich ein Wettrennen zwischen den DWZ-Favoriten Stephan Buchal (2220), Peter Jürgens (2194), und Dr. Reiner Franke (2135). Dabei konnten nur mithalten der Schreiber dieser Zeilen Klaus Rust-Lux (2024) und der erst spät aufschließnde Denis Schermer (2017). Die genannten nahmen sich nur untereinander Punkte ab und ließen ansonsten fast nichts anbrennen. Dabei gelang Stephan Buchal ein Sieg gegen Dr. Reiner Franke und Peter Jürgens nahm Stephan Buchal einen Punkt ab. Dr. Reiner Franke siegte gegen Denis Schermer.
In der letzten Runde sah es lange nach einem Sieg von Denis Schermer gegen Peter Jürgens aus. Am Ende wurde es doch Remis.

So lagen am Ende Peter Jürgens, Stephan Buchal und Klaus Rust-Lux mit je 5 ½  Punkten vorne, die Platzierungen entschied die Wertung. Dahinter lagen Dr. Reiner Franke und Denis Schermer mit 5 Punkten. Klaus Rust-Lux musste in 4 Partien mit Schwarz antreten, davon 3 mal gegen die DWZ-Favoriten, gegen die er jeweils ein sicheres Remis holte.

Weiteres und die Preisverteilung können der Homepage der BSG entnommen werden.

Ein Dank gilt Kurt Borbely für die souveräne Turnierleiteung.

Klaus Rust-Lux

Die Preise des Turniers wurden in zwei Altersgruppen vergeben. 50 + und 65 + sowie ein

Nestoren preis für 75 +

PS: Auch der Weserkurier wusste am 1.2.23 darüber zu berichten:)

17.01.23: B-Klasse: „Ein Turm ist ein Turm“

 

Am 15. Januar 2023 trafen in der B-Klasse die Bremer SG 3 und der TuS Varrel 2 aufeinander. Die Gastmannschaft ist Tabellenvorletzter und muss sich noch Sorgen um den Klassenerhalt machen; die BSG 3 hingegen ist Tabellendritter und es besteht noch ein Fünkchen Hoffnung auf den Aufstieg in die A-Klasse. Es ist nicht unser vorrangiges Ziel, aber man weiß ja nie. Ein Sieg und zwei Mannschaftspunkte waren dafür aber Pflicht, um da oben noch ein Wörtchen mitreden zu können.

 

Miro El Seidi bekam es am fünften Brett mit Justus Lumma zu tun. Miro kam kam nicht nur mit einem Stellungsvorteil aus der Eröffnung heraus, sondern setzte bereits im 22. Zug matt. Justus öffnete kurz zuvor ohne Not die h-Linie, Miro schlug eiskalt zu und brachte die Dritte in Führung.

 

Matthias Rast, der kurzfristig für den erkrankten Stefan Albrecht eingesprungen war, spielte gegen Elia Harms. Matthias war vom ersten Zug an sehr konzentriert bei der Sache, bestimmte die Partie und siegte unangefochten. Die Zeit des Varreler Nachwuchsspielers wird noch kommen. Ganz bestimmt.

 

Am Spitzenbrett trafen die beiden Mannschaftsführer, Harald Weinitschke und Uwe Rademacher, aufeinander. Harald verpasste in der Eröffnung zu rochieren und stand zunächst etwas schlechter. Er verstand es aber, seine Figuren zu entwickeln und aktiv zu stellen. Als neutraler Beobachter dieser Partie hatte man immer das Gefühl, dass der BSGler besser steht. Harald beschäftigte seinen Gegner und zwang ihn zu Fehlern. So geschehen als Uwe einen Turm selbst ins Abseits stellte und ihm kein Fluchtfeld gab. Der Turm ging verloren und Uwe gab auf. Harald siegte hochverdient und brachte die BSG 3 mit 3:0 in Front.

 

Die Partie Axel Reeh – Rainer Brühl verlief ausgeglichen und endete remis. Axel hatte sich zwar einen Mehrbauern erarbeiten, aber mit dieser Punkteteilung konnte er den Mannschaftserfolg frühzeitig unter Dach und Fach bringen.

 

Am zweiten Brett zeigten Friedrich Schmitz und Patricia Gesell eine sehr interessante und spannende Partie. Friedrich hatte zwar einen materiellen Vorteil, aber Patricia konnte diesen durch geschicktes Figurenspiel wieder  wettmachen. Im Endspiel machte sich die Kraft von Friedrichs Türmen dann doch mehr und mehr bemerkbar. Friedrich siegte und meinte in der späteren Analyse „ein Turm ist ein Turm“. Patricia hielt lange sehr gut mit, aber am Ende  setzte sich die Schlagkraft der Türme durch.

 

Last but not least duellierten sich Falk Kazmierski und Fabian Gesell. Auch diese Partie verlief über weite Strecken sehr ausgeglichen. Ein Remis lag in der Luft – es wäre auch verdient gewesen – aber dann leistete sich Fabian doch noch eine Ungenauigkeit und spielte Td1. Die Partie kippte schlagartig zu Falks Gunsten. Falk spielte nun erstklassige Züge und drohte, einen Bauern durchzubringen. Das Varreler Nachwuchstalent konnte diesen Vorstoß nicht mehr verhindern und gab auf.

 

Der Mannschaftskampf Bremer SG 3 – TuS Varrel 2 endete 5,5:0,5. Der Erfolg fiel in der Höhe sicher etwas zu hoch aus, aber es ist wie es ist.

Am 5. Februar 2023 geht es zum SC Kattenesch 1. Wir müssen dort unsere Hausaufgaben machen und sind gleichzeitig auf die Schützenhilfe anderer Vereine angewiesen.

MR

11.01.23: Frank Peters gewinnt das Carl Carls Memorial...

 

... und ist der Bremer Seniorenmeister 2023! Gratulation!

 

In einer packenden Schlussrunde, in der noch vier Spieler die Chance aufs oberste Treppchen hatten, schlug Peters (2015) am Spitzenbrett Gerhard Lunkmoss (2028) und sicherte sich damit den alleinigen ersten Platz, 300,- Preisgeld und den Landestitel. In den 7 Runden konnte der Spieler der gastgebenden Bremer SG fünfmal gewinnen, spielte einmal Unentschieden und musste nur einmal hinter sich greifen. Mit den so erzielten 5,5 Punkten fing er im letzten Moment den Bremen-Norder Lunkmoss ab, der vor dem letzten Durchgang allein in Führung lag und die besten Aussichten zu haben schien. Allerdings konnte dieser nicht simpel auf Remis spielen, da die Verfolger die bessere Feinwertung aufwiesen. So verdrängte ihn schließlich auch noch der punktgleiche Axel Buhrdorf (1917) dank besserer Buchholzzahl auf den dritten Platz. Übrigens ist der Vizemeister Buhrdorf, ebenfalls Spieler der Schachgesellschaft, als einziger im 35-köpfigen Turnierfeld ohne Niederlage geblieben - Chapeau!

 

Ein bemerkenswertes Turnier spielte auch der Werderaner Bernd Künitz (1757). Der Viertplatzierte erzielte ebenfalls 5 Punkte, landete acht Plätze vor seinem Setzranglistenplatz und errang damit auch den Ratingpreis in der Kategorie 1700-1799. Imposant! Weitere Ratingpreise, jeweils mit 100,- dotiert, gingen an Dr. B. Cronjäger (1677) vom Bremervörder SC, Michael Quaß (1571) und Jens Kardoeus (1435) (beide Werder Bremen). Indes konnte wieder einmal der unverwüstliche Manfred Hedke (1682) vom TuS Varrel den Nestorenpreis an sich reißen.

 

Alle Ergebnisse, Tabellen und Fotos hier!

AC

 

10.1.23: Lunkmoss oder Buchholz

 

Das Carl Carls Memorial ist auf der Zielgeraden! Die beste Ausgangsposition hat sich ELO-Favorit Gerhard Lunkmoss erarbeitet. Mit 5 Punkten thront er allein auf der Spitze und kann mit einem Sieg in der heutigen Schlussrunde alles klar machen. Hingegen kann bei einem Remis die Buchholzwertung den Ausschlag geben. Denn mit Axel Buhrdorf, Frank Peters und Bernd Künitz, der überraschend (?) Peter Pautz geschlagen hat, harren drei 4,5-ler in der Lauerstellung. Lunkmoss-Peters und Buhrdorf-Künitz heißen die Schlussbegegnungen, die den Titel unter sich ausmachen. Endgültiges Finale heute ab 17 Uhr!

Alle Ergebnisse wie immer hier. 

AC     

7.1.23: Vier gewinnt!

 

Die Verfolger haben nicht umsonst gehofft: tatsächlich mündete die Spitzenpaarung Buhrdorf-Simon in einem Unentschieden. Das war die Chance zum großen Anschluss, den sogleich mehrere Spieler genutzt haben. Back in business ist der inoffizielle Vizemeister Gerhard Lunkmoss, der nach dem Rücktritt Kolthoffs nun der ELO-Favorit ist und mit einem Sieg gegen Gerald Jung wieder ganz vorne mitmischt. Auch Frank Peters hat seinen Ausrutscher wieder ausgebügelt und ist mit einem vollen Punkt gegen seinen Vereinskollegen Hugh Ditmas ebenfalls wieder weit vorne. Und zu diesem "Vierer-Quartett" kommen noch zwei mit 3,5 (Peter Pautz und der unverwüstliche Bernd Künitz) sowie neun (!) mit 3 Punkten - das wird eine ganz enge Kiste!

 

Jens Kardoeus zeugte sich übrigens von seinem gestrigen Malheur gut erholt und schlug den rund 200-DWZ schwereren Hartmut Ficken.

 

Am Wochenende ist erstmal Verschnaufpause, ehe am Montag und Dienstag die beiden Schlussrunden auf die Kämpen warten.

 

Hier gehts zu den Ergebnissen!

AC   

Das heutige Foto aus unserem Schacharchiv zeigt eine der Bremer Senats-Medaillen, die Carl Carls als (mehrfacher) Bremer Meister verliehen bekam.

AC

6.1.23. Der etwas andere Favoritensturz

 

Leider musste nach der gestrigen Runde der bis dato Führende Siegmund Kolthoff aus gesundheitlichen Gründen vom Turnier zurücktreten. Dies ist natürlich bedauerlich, zumal Kolthoff auch in den letzten Auflagen stets ganz vorne dabei war. Gute Besserung von hier aus!

 

Das neue Spitzenduo bilden nun Axel Buhrdorf und Frank Simon, die jeweils 3,5 P. aus 4 aufweisen. Der BSGler beharkt sich heute mit dem Mahndorfer, indes die Verfolgergruppe auf deren  Punkteteilung warten, damit sich das Feld wieder schließt.

 

Dass Schach auch grausam sein kann, musste Jens Kardoeus bitter erfahren: in gewonnener Stellung gegen Michael Quaß vergaß er kurz vor der Zeitkontrolle die Uhr zu drücken und bemerkte dies erst, als die Zeit nicht mehr ausreichte, um die noch verbleibenden vier Züge aufs Brett zu bringen...

 

Ergebnisse wie immer hier!

AC